CANNED HEAT: Finyl Vinyl ( 180g Vinyl)

Artikelnummer: RUF 2095

25,00 €

Beschreibung


Veröffentlichung auf farbigem Vinyl: April 2024

Ruf-Edition: audiophile Pressung


SO SAD (THE WORLD'S IN A TANGLE)... Geschrieben von Canned Heat's Manager/Produzent seit

57 Jahren, Skip Taylor. Die Band nahm diesen Song ursprünglich 1970 auf, aber die Botschaft ist heute sogar noch wichtiger. Die Band nennt dies einen "psychedelischen, umweltfreundlichen Boogie"! Als Gast an der Leadgitarre ist Joe Bonamassa zu hören, der sagte, dass der ursprüngliche Gitarrist von The Heat, Henry Vestine, einer seiner frühen Einflüsse war.


EAST/WEST BOOGIE... Canned Heat's Adaption des Themas für Teheran, die Apple TV Show. Geschrieben von Mark Eliyahu. Es kombiniert die arabischen östlichen und westlichen Musikskalen und das Gefühl für einen echten, modernen Bauchtanz-Boogie!


Los Angeles, 1965: Die Blues-Enthusiasten Alan „Blind Owl“ Wilson (1943-1970) und Bob „The Bear“ Hite (1943-1981) gründen mit weiteren Musikern die Band Canned Heat. Als Bandnamen wählen sie den Titel eines Songs von Bluesmann Tommy Johnson aus dem Jahr 1928, in dem es um eine von Alkoholikern als Ersatzdroge missbrauchte Paste aus Brennspiritus geht, die auch als „canned heat“ bezeichnet wird. 1967 stößt Drummer Adolfo „Fito“ de la Parra zur Band, der diesen Job bis heute innehat, während die Bandgeschichte ansonsten reich an Besetzungswechseln ist. Im Jahr darauf gelingt Canned Heat mit der weit über die Grenzen der USA hinaus erfolgreichen Hitsingle „On The Road Again“ der internationale Durchbruch. Weitere Charterfolge kann die Band in der Folge mit den Titeln „Going Up The Country“ (1968) und „Let’s Work Together“ (1970) erzielen.

Im August 1969 gehören Canned Heat zum Line-up der legendären „Woodstock Music & Art Fair“. Neben eigenen Alben wie der selbstbetitelten Debüt-LP von 1967 oder dem mit einem von ihnen besonders gepflegten Musikstil im Titel daherkommenden Longplayer „Boogie With Canned Heat“ aus dem Folgejahr kommt es zu Gemeinschaftsproduktionen mit Genregrößen wie John Lee Hooker („Hooker ’n Heat“, 1971), Clarence „Gatemouth“ Brown („Gate’s On The Heat“, 1973) sowie Memphis Slim („Memphis Heat“, 1974).


Fast forward in die Jetztzeit: Knapp 60 Jahre nach Gründung der Band bringen Canned Heat im April 2024 bei Ruf Records ein neues Studioalbum auf CD und LP heraus. Eingespielt wurde es im kalifornischen Burbank vom aktuellen Line-up der Band, zu dem neben Langzeitmitglied Fito de la Parra der Gitarrist, Keyboarder und Sänger Jimmy Vivino, der Harper und Sänger Dale Spalding sowie Richard „Rick“ Reed als Nachfolger des 2019 verstorbenen langjährigen Bassisten Larry „The Mole“ Taylor gehören. Unterstützt wurden die vier bei den Aufnahmen unter anderem von Bluesrocker Joe Bonamassa, der bei „So Sad (The World’s In A Tangle)“ einen Gastauftritt als Leadgitarrist hat; einem Song, den Canned Heat noch in der Besetzung mit Alan Wilson und Bob Hite erstmals für ihr 1970er-Album „Future Blues“ eingespielt hatten und der sich des Weiteren in einer Liveversion auf dem 2015 erschienenen CD/DVD-Set aus Rufs „Songs From The Road“-Reihe findet. An jene frühen Tage der Bandgeschichte erinnert auf seine Weise zudem der Song „Blind Owl“, eine Hommage an Bandmitbegründer Alan Wilson aus der Feder des kalifornischen Singer-Songwriters Dave Alvin, die Wilsons einer extremen Kurzsichtigkeit geschuldeten Spitznamen zum Titel hat und bei der Alvin auch selbst an Gitarre und Sprechgesang zu hören ist. Unter den weiteren Tracks finden sich mit „One Last Boogie“, dem rockigen „Goin’ To Heaven (In A Pontiac)“ und dem Slowblues „When You’re 69“ sowie den Blues-Nummern „Tease Me“ und „You’re The One“ und dem lässig swingenden „Independence Day“ je drei teils mit Co-Autoren verfasste Kompositionen von Jimmy Vivino bzw. Dale Spalding. Eine musikalisch interessante Kombination bietet das Instrumental „East West Boogie“, bei dem orientalisch anmutende Klänge, die dem Titelsong der US-TV-Show „Tehran“ nachempfunden sind, mit einem Boogie-Groove kombiniert werden.


Ist das nun der krönende Abschluss einer langen Plattenkarriere, mit der sich Canned Heat aus dem Showbusiness verabschieden? Zumindest der Albumtitel scheint dies anzudeuten, schließlich ist die Aussprache von „Finyl Vinyl“ verdammt nah dran an der von „final vinyl“, sprich der allerletzten Plattenproduktion, und auch der Titel des Openers, Vivinos „One Last Boogie“, weist in dieselbe Richtung; ebenso wie sein Song „When You’re 69“, der ein Alter zum Thema hat, das einen eher an Ruhestand als an weitere Studioaktivitäten denken lässt. Andererseits ist der Tourplan auf der Homepage der Band für 2024 schon recht gut gefüllt und nach Europa soll es im Sommer auch wieder gehen.


TRACK LIST


Side A

001 One Last Boogie 00:03:58

002 Blind Owl 00:06:03

003 Goin’ To Heaven (In A Pontiac) 00:03:02

004 So Sad (The World’s In A Tangle) 00:05:51

005 East/West Boogie (Instrumental) 00:04:07


Side B

001 Tease Me 00:03:10

002 A Hot Ole Time 00:03:29

003 You’re The One 00:04:49

004 When You’re 69 00:04:51

005 Independence Day 00:04:27

006 There Goes That Train 00:03:09


Musiker

Fito de la Parra: Drums

Jimmy Vivino: Vocals, Keyboard, Guitar

Dale Spalding: Vocals, Harp

Richard Reed: Bass