ELISE FRANK: I Didn't Pay For It (180g Vinyl)
Artikelnummer: RUF 2119
Beschreibung
Veröffentlichung: 23. Januar 2026
Elise Frank ist eine Sängerin, die man nicht so schnell vergisst. Eine Songwriterin, die sich von der Masse abhebt. Eine fesselnde Performerin, die erst nachlässt, wenn die letzte, schmerzerfüllte Note ertönt ist. In den letzten fünf Jahren hat sie bei ihren Auftritten unter dem Namen FRANK überall für Aufsehen gesorgt. Nun geht sie mit ihrem zweiten Soloalbum I Didn't Pay For It mit Vollgas voran – und zeigt, dass sie bereit ist, die Musikwelt im Sturm zu erobern.
Aufgenommen in einer extrem intensiven Woche im Herbst 2025 ist I Didn't Pay For It kein technisch ausgefeiltes oder gar glattpoliertes Blues-Album, sondern eines, das – ganz bewusst – vor roher Energie und Emotionen nur so sprüht. „Der Sound ist gewollt minimalistisch, ein Produzieren im klassischen Sinn hat kaum stattgefunden“, sagt Frank, die als Élise Lounici in Tarbes, einer kleinen französischen Stadt nahe der spanischen Grenze, geboren wurde. Laut ihr soll Musik (insbesondere der Blues) möglichst „organisch“ und „menschlich“ sein, daher lehnt sie den aktuellen Trend zu stark bearbeiteten Klängen ab. „Wir haben nicht die Takes ausgewählt, in denen die Musiker am saubersten gespielt haben, sondern diejenigen, in denen etwas passiert ist. Es ist mir völlig egal, ob ich die besten Musiker habe oder eine Gitarrenheldin bin. Mein einziges Ziel ist es, Emotionen auf möglichst authentische Weise zu vermitteln, ohne jede Künstlichkeit.“
Mit dabei im Studio waren ihre langjährigen Rhythmusgruppe Sébastien Gaschard (Schlagzeug) und Josselin Fleury (Bass) sowie die preisgekrönte Gitarristin Laura Chavez (Vanessa Collier, Mitch Ryder), deren Leadgitarre zur Magie der Platte beiträgt. Vor allem prägt Franks erdig-kernige Gitarre den Sound. „Eine alte Strat direkt aus dem Verstärker, ohne Pedale“, lächelt sie. Ihre krachenden Akkorde untermalen stimmungsvolle, langsam brennende eigene Stücke, die mitunter an den gespenstischen Reiz der Cowboy Junkies oder Grace Slick aus der Jefferson-Airplane-Ära erinnern. Ordentlich Gas geben kann sie aber auch, wie bei ihrer aufgeladenen Version des oft gecoverten „Bullfrog Blues“.
„Ich wollte etwas Einzigartiges schaffen, das an manchen Stellen mehr mit Punk gemeinsam hat als mit Blues. Vor allem sollte es ungeschliffen bleiben“, erklärt sie. „Zum Glück teilte mit mir auch der Toningenieur Michael Murauer diese Vision. Er hat mir sehr geholfen, meine Vorstellungen zu verwirklichen.“
Die selbst geschriebenen Songs auf I Didn't Pay For It entstanden in den letzten vier Jahren zu unterschiedlichen Zeiten und an den unterschiedlichsten Orten. Sie basieren meist auf realen Erfahrungen. Das Lied „She's a Bird“ erzählt beispielsweise die Geschichte einer unabhängigen jungen Frau, die nach Lust und Laune von einem Abenteuer zum nächsten eilt. Während ihre unkonventionelle Lebensweise von vielen missbilligt wird, sieht die Frau selbst nichts Falsches daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. „Dieser Song kam mir in den Sinn, als ich nach einer durchfeierten Nacht nach Hause ging“, erinnert sich Frank. „Ich hatte zu viel Zeit damit verbracht, die frustrierten Blicke der Männer zu beobachten, die diesen ‚Vögeln der Freiheit‘ galten.“
In „Your Kind“ richtet Frank erneut ihren scharfen Blick auf ein Mitglied des anderen Geschlechts. „Es handelt sich um einen Mann, der mit 30 das Mutterhaus verlässt und weder ein Ei braten noch eine Waschmaschine bedienen kann. Er macht sich dann auf die Suche nach einer Frau, die gleichzeitig Geliebte und Ersatzmutter für ihn sein würde.“ Frank schrieb das bissige „Car Dealer“ als Rache an einem zwielichtigen Automechaniker, dessen Doppelspiel ihre erste Irlandtournee zwischenzeitlich zum Stillstand gebracht hatte. „I'm Smoking“ und „Twice On Sunday“ sind neuere Stücke, in denen es um die Liebe, die Einsamkeit, die Leidenschaft und die Sehnsucht geht.
Dann gibt es noch das nachdenkliche „How Did I“, das aus Franks Zeit als Straßenmusikerin in Frankreich stammt. „Es kam mir eines Morgens in den Sinn, als ich mich fragte, was zum Teufel ich dort draußen eigentlich mache. Es ist ein einfacher Song, geschrieben in der Hoffnung, dass ich irgendwann den Durchbruch schaffe und, dass ich weiterhin daran glaube.“
Nachdem ihr zweites Album nun fertig ist, kann Frank auf diese Zeit zurückblicken und erkennen, dass sich die Mühen gelohnt haben. Die Bandmitglieder „Seb“ und „Jo“ haben sie auf jedem Schritt begleitet und haben geliefert, als es darauf ankam, die Platte aufzunehmen. „Sie sind viel mehr als nur Begleitmusiker, die ihre Parts spielen“, sagt sie über den Beitrag ihrer Rhythmusgruppe zum Album. „Sie kennen und spielen diese Songs seit dem Moment ihrer Entstehung.“ Die rohe Energie, Emotion, Spontaneität und Power – alles Elemente, die I Didn't Pay For It ausmachen – sind also kein glücklicher Zufall. Sie sind das logische Endergebnis, wenn gleichgesinnte Musiker in einem Raum stehen, alles geben und mit einem gemeinsamen Ziel Musik machen. „Für uns gibt es keinen anderen Weg“, sagt Frank – zufrieden, dass ihr neuestes Album, das widerspiegelt, was in ihr brennt.
TRACK LIST
A
001 I’m Smoking 04:43
002 How Did I 04:08
003 Car Dealer 05:29
004 Double Lovin’ 03:22
005 She’s A Bird 04:23
006 I Didn’t Pay For It 03:12
B
007 Bullfrog Blues 03:46
008 Your Kind 04:15
009 Here Comes The Blues 04:17
010 If You Need Me 04:24
011 Twice On Sunday 06:12


