Ragged & Dirty

Artikel-Nr.: RUF 1205
17,00


 

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Veröffentlichungsdatum:

September 2014

 

Release Notes:

Die dunkelblonde Mähne ist die gleiche, auch die Körperhaltung stimmt überein und sogar die Stimme weist Ähnlichkeiten auf. Doch Devon Allman hat schwer gearbeitet, um sich sein eigenes Image in der Musikszene aufzubauen, unabhängig von seinem berühmten Vater Gregg Allman.

Devon, der von seiner Mutter (Shelly, nicht Cher) in Texas großgezogen wurde, traf seinen Vater nicht bis er bereits 15 Jahre alt war. „Ich war 15, als ich ihm einen wirklich kurzen Brief schickte, in dem stand: ‘Hey, ich bin’s. Hier kannst du mich finden. Ich spiele Gitarre.‘ Drei Tage später rief er mich an“, erzählt Devon.

Während er also bei seiner Mutter aufwuchs, hörte Devon so viel Radio wie möglich. Oft waren es die Rolling Stones oder Jimi Hendrix. „Ich kann mich daran erinnern, wie ich mit vier oder fünf Jahren Musik hörte. Ein Song lief im Radio und ich fragte meine Mutter, wer es sei. Sie sagte dann ‘Das ist John Lennon‘ oder ‘Das ist Styx‘. Einmal lief dann „Midnight Rider“ und ich fragte sie wieder ‘Mom, wer ist das?‘ und sie sagte ‘Das ist dein Vater.‘“

Dieser Allman schwamm nicht auf der Erfolgswelle seines berühmten Vaters in die Musikszene. Er lebt seit Jahrzehnten sein eigenes Leben in der Musikwelt. Nachdem er in lokalen Bands gespielt und in einem Gitarrenshop in St. Louis gearbeitet hat, gründete Allman 1999 Honey Tribe. Ein bisschen Blues, ein bisschen Rock, ein bisschen Jam und Honey Tribe wurde noch im selben Jahr zur Jam Band Of The Year in St. Louis.

Devon und Honey Tribe tourten für zwei Jahre, machten dann ein paar Jahre Pause, damit Devon sich um seinen Sohn kümmern konnte, und formierten sich dann 2005 neu. Gleichzeitig tourte er in Europa mit Javier Vargas, einem spanischen Blues-Rocker. Devon und Honey Tribe tourten dann weiter gemeinsam, um seine neue Platte Space Age Blues zu promoten. Dann, 2011, änderte sich sein musikalisches Schicksal.

Royal Southern Brotherhood wurde während des JazzFest in New Orleans gegründet. Es verbindet die musikalischen Talente von Devon, Mike Zito und Cyril Neville mit der erfahrenden Rhythmusgruppe aus Charlie Wooton und Yonrico Scott. Seitdem ist die Band zu einer der Hauptattraktionen in der Musikwelt geworden. Sie tourt nonstop und hat gerade erst ihr zweites Studioalbum bei Ruf Records veröffentlicht.

Trotz seiner Welttournee mit der Royal Southern Brotherhood versucht Devon noch immer auch mit seiner eigenen Band zu spielen. Sein Solo-Debut bei Ruf Records, Turquoise, wurde Anfang 2013 nur ein paar Monate nach dem Debut der RSB veröffentlicht. Etwas mehr als ein Jahr später erscheint nun Ragged & Dirty. „Das Spielen mit RSB hat meine Karriere auf ein neues Level gebracht. Es hat mir mehr Selbstbewusstsein verschafft und ich habe die Liebe zur Musik neu entdeckt. Ich bin froh, dass meine Musik einen neuen Energiestoß bekommen hat.“

Einen Namen, der so berühmt wie der Allmans ist, kann man nie ganz zurücklassen. Man spürt seinen Vater in seiner gefühlvollen Stimme und seinen Onkel Duane in seinem innovativen Gitarrenspiel. Devon zufolge, kann der Name sowohl helfen als auch verletzen. Es wird immer Fans geben, die ihn nur aus Neugierde sehen wollen, „aber sie gehen wieder mit Respekt dafür, dass ich ich selbst bin.

Schwer ist es für mich nur, daran zu denken, was für einen Einfluss mein Vater und mein Onkel (Duane) auf diesen Musikstil hatten. Das macht mich manchmal total verrückt. Doch sich damit zu beschäftigen ist nicht gut für meine Musik. Es ist am besten, wenn ich mich nur darauf konzentriere, der beste Musiker zu sein, unabhängig davon, wer zu meiner Familie gehört.“

Während sich also eine Allman-Institution (Allman Brothers Band) „zur Ruhe setzt“, ist Devon Allman bereit das musikalischer Erbe seiner Familie anzutreten.

Für Ragged & Dirty hat Devon seine „südliche Komfortzone“ verlassen, heuerte eine erstklassige Band aus Chicago an und arbeitete mit dem Grammy-Gewinner Tom Hambridge zusammen (Buddy Guy, George Thorogood, Johnny Winter, James Cotton, Joe Louis Walker).

Bisher habe ich all meine Platten im Süden aufgenommen. Ich fand, es war an der Zeit, in das Mekka des Electric Blues zu gehen und die Vibes dort zu nutzen. Neben seinem Job als Produzent schrieb Tom auch einige Songs für das Album, die wie maßgeschneidert dazu passen.“

Auch wenn Hambridge vier Songs geschrieben hat und Devon drei Coversongs auswählte, sind es vor allem die selbstgeschriebenen, die seine künstlerische Entwicklung zeigen. „Der Weg mit der RSB war bisher eine so tiefe, reiche Erfahrung, dass es unweigerlich dein Leben verändert und dir eine neue Perspektive gibt. Immer wenn du so stark mit etwas verbunden bist, wird es sich auch in deiner Musik bemerkbar machen. Die Erfahrung hat mir auch als Songwriter mehr Tiefe gegeben. Ich bin jetzt bereit, auch mal den Groove übernehmen zu lassen und die Dinge nicht erzwingen zu müssen.“

Hört euch nur die Leichtigkeit bei „Midnight Lake Michigan“ an. Devons tiefe, unheilvolle Gitarrenklänge verleihen dem neunminütigen Instrumental eine Hoodoo-Aura. Während sich die Spannung aufbaut, kommen dann noch Marty Sammons Keyboard und Tom Hambridges Percussions dazu. Spätestens bei „Leave The City“ wird Devons stimmliche Bandbreite deutlich. Mit Hambridges Beat beeindruckt Devon hier mit seiner Allman-typischen Stimme und einem mitreißenden Resonatorgitarrenklang.

Ich komme mit Echos klar. Viele sagen, sie hören das Echo der Seele meines Vaters in meiner Stimme, aber dass ich trotzdem einen klaren, eigenen Sound habe. Mein Dad sagt, ich erinnere ihn an Duane - obwohl ich noch nie Slideguitar gespielt habe.“

Doch dieses Album bietet mehr als nur Erinnerungen an die Allman Brothers. Bei Luther Allisons „Ragged & Dirty“ trifft Funk auf Blues und bietet Devons Chicagoer Studioband (bestehend aus Bassist Felton Crews (Charlie Musselwhite u.a.), Gitarrist Giles Corey (Billy Branch), Keyboarder Marty Sammon (Buddy Guy) und dem aus Nashville stammenden Hambridge am Schlagzeug) Gelegenheit zu zeigen, was sie können. Bei Allmans „Leavin‘“ kann die Band mit gedämpftem Feingefühl aufwarten, während sich „Back To You“ mit Devons ausdrucksstarkem Solo und Sammons B-3-Künsten zu einer großartigen Blues-Ballade entwickelt. Sehr ausdrucksstark ist auch Devons und Wendy Motens Version des Spinner-Klassikers „I’ll Be Around“, sowie Devons Cover von Otis Taylors „Ten Million Slaves“.

Ob es das Streben nach Wahrheit, Liebe, Integration, Akzeptanz oder Frieden ist, wir haben alle eine Seele, die sich nach etwas sehnt. Sehnsucht färbt unsere Musik in seiner Vielzahl von Zwischentönen. Aber das Wichtigste ist, das ich mich mittlerweile wirklich auf meine Eingebungen für Songs verlassen kann. Ich höre nur auf mein Bauchgefühl und versuche auf dem möglichst einfachsten Weg zum Kern eines Songs und zu seiner Geschichte zu kommen.“

Tracklist:

1 Half The Trust

2 Can't Lose 'Em All

3 Leavin'

4 I'll Be Around

5 Traveling

6 Midnight Lake Michigan

7 Ten Million Slaves

8 Blackjack Heartattack

9 Back To You

10 Times Have Changed

11 Ragged & Dirty

12 Leave The City

 

 

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