Black Wind Howlin'

Artikel-Nr.: RUF 1195
17,00


 

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Veröffentlichungsdatum

09/2013

 

Release Notes

Gebt Acht: Da kommt ein Sturm auf uns zu. Mit diesem lyrischen Donnerwetter, dem blitzartigen Gitarrenspiel und erschütternden Grooves ist Black Wind Howlin‘ ein Album, das euch das Dach wegwehen wird – und Samantha Fish steht im Mittelpunkt dieses Hurrikans. „Es hat etwas sehr Rebellisches“, sagt die Bandleaderin über ihr neues Album, „und das vorherrschende Thema ist ‚Ich werde mir das nicht länger gefallen lassen.‘“

Im September durch Ruf Records veröffentlicht bricht Black Wind Howlin‘ mit dem Klischee des schweren zweiten Albums: mit zwölf Tracks, die Samanthas Entwicklung als Komponistin, Texterin und nicht zuletzt Gitarristin deutlich machen.  „Seit ich 2011 Runaway vollendet habe“, berichtet sie über ihr Solodebut, „war ich so ziemlich nonstop auf Tour. Ich habe viel Zeit damit verbracht zu schreiben, zu spielen und Musik zu hören. Es kommt mir so vor, als seien auch die Themen und der Sound meiner Musik reifer geworden. Es geht um Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, und um Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennenlernen durfte.“

Während viele andere Künstler nach Vorlage arbeiten oder sich in eine Schublade stecken lassen, zeigt Sam ihre unterschiedlichen Facetten bei Black Wind Howlin‘: vom heftigen Rock wie etwa bei der Momentaufnahme aus dem Tourbus Miles To Go („Twelve hours to Reno/ ten hours til the next show“) über das imposante  Sucker Born („Vegas left me weary, LA bled me dry/skating on fumes as I crossed the Nevada line…“) bis zum boshaften Go To Hell (“Oh, this ain’t gonna cast a spell/So you can go to hell!”). „Ich bin härter geworden”, beschreibt Samantha diese Headbanging-Momente, „und ich glaube, das spiegelt sich auch in dem Sound wieder.“

Und doch hört man Samantha an anderer Stelle, unterstützt durch die wendige Produktion des Royal Southern Brotherhood-Mitgliedes und ihres langjährigen Kollegen Mike Zito, wie sie mit ihrer Slidegitarre andere Töne anschlägt, etwa bei der Ballade Over You („Echoing words, said I’d never make it on my own…“) und dem Country-artigen Song Last September („Don’t remember the curves of my face/Can’t feel the warmth in my embrace/Well I’m here to remind you…“).

Außer dem Cover von Howlin‘ Wolfs Who’s Been Talkin‘  und dem mit Zito zusammengeschriebenen Go To Hell  stammen alle anderen Songs einzig aus Sams Feder – eine Mischung, die die Aufmerksamkeit der Fans fesseln wird.  „Ich wollte, dass diese Platte einen modernen, rockigen Sound bekommt“, sagt sie zu der leichtfüßigen Stimmung des Albums. „Außerdem sollte sie Elemente aus Americana, Country und Roots verbinden.“

Die Aufnahme war genauso vielversprechend wie schon das Schreiben der Songs. Als erfahrene Tourmusikerin, die auch 2013 die meiste Zeit unterwegs sein wird, war die Aufnahme in den Dockside Studios in Maurice, Louisiana eine seltene Chance für Samantha, Wurzeln schlagen zu können. Unterstützung fand sie hierbei von der Rhythmussektion der Royal Southern Brotherhood, Yonrico Scott (Schlagzeug) und Charlie Wooton (Bass), von Mike Zito (Back-up-Gitarre und Vocals), Johnny Sansone (Mundharmonika), Bo Thomas (Geige in Last September) sowie Paul Thorn (Vocals in Go To Hell).   „Ich hatte ein Traumteam von Musikern und Special Guests um mich“, erinnert sie sich. „Und die Dockside Studios wurden schnell zu einem meiner weltweiten Lieblingsorte.“

Trotzdem war es ein anderer Ort, der Samantha einige Jahre zuvor ihren musikalischen Weg aufzeigte. Ihre ersten Kostproben seien die Klassiker der Rolling Stones und Tom Pettys gewesen, neben den modernen Musikern wie Sheryl Crow und The Black Crowes; doch nach einigen heimlichen Besuchen des Knuckleheads Saloon Blues Clubs in ihrer Heimatstadt Kansas City als sie noch nicht einmal volljährig war, folgte sie dem Weg moderner Künstler wie Mike Zito und Tab Benoit sowie den gefallenen Helden der 80er wie etwa Stevie Ray Vaughan. „Ich habe mich total in diese Musik verliebt“, sagte sie gegenüber Premier Guitar, „und machte meine Hausaufgaben, indem ich den alten Jungs wie Son House und Skip James zuhörte.“

Bald darauf verwandelt sich die Bewunderung für Bluesmusik in den Wunsch, selbst diese Art Musik zu machen. Bereits mit 18 Jahren hat Samantha dann einen Stil entwickelt, der viel mehr ihren eigenen Sound verkörperte als dass er die üblichen Blues-Licks Note für Note nachahmte. Doch zu Hause zu spielen reichte bald nicht mehr aus, und so wurde sie Teil der Kansas City Jam-Runde: eine Ausbildung an vorderster Front, die ihr half, ihre musikalischen Fähigkeiten zu festigen, ihre Bühnenpräsenz verbesserte und ihr die Stärke gab, gelegentliche Zweifel wegen ihres Alters, Haarfarbe und Geschlechts zu übergehen. „Ich habe immer die Idee gehasst, dass die Menschen nur kommen, weil du ein Mädchen bist“, erzählt Samantha. „Dann muss man sich so viel mehr beweisen, um sie überzeugen zu können.“

Aber Samantha schaffte es, sie zu überzeugen, und nachdem eine frühe Aufnahme von ihr aus dem Knuckleheads Saloon den Weg zu Labelboss Thomas Ruf fand, hat sich die Laufbahn der jungen Bandleaderin schlagartig geändert. Samanthas erster Einsatz für Ruf Records wurde das Girls With Guitars Album 2011 mit Cassie Taylor und Dani Wilde: ein spektakuläres Album, das in der mittlerweile bereits zur Tradition gewordenen Blues Caravan Tour gipfelte. „Ich verstehe dieses ganze Konkurrenzdenken nicht, schon gar nicht, wenn ich mit den Mädels auf Tour bin“, stellt Samantha klar. Wenn du nur versuchst, besser als jemand anderes zu sein, verlierst du das Wesentliche aus den Augen. Der musikalische Aspekt geht verloren.“

Nachdem ihr Name in der Bluesszene Bekanntheit erlangte, veröffentlichte sie noch im selben Jahr ihr erstes Soloalbum Runaway bei Ruf Records. Mit zehn heißen Songs – von denen ganze neun Originale waren- und die auch damals bereits von Mike Zito produziert wurden, war das ein Debutalbum, das die Größe dieses Newcomertalentes demonstrieren konnte. Auch die internationale Presse lobte es als außergewöhnliches Erstlingswerk und schrieb zahlreiche großartige Kritiken, wobei der Blues Music Award (BMA) 2012 für das „Best New Artist Debut“ doch vermutlich die größte Auszeichnung für Samantha war: „Ich fühle mich wirklich total geehrt und kann es kaum erwarten, die zweite Platte aufzunehmen…“

Hier ist es also. Härter, düsterer, frecher und besser noch sogar als sein Vorgänger. Das ist der Sound einer Künstlerin an der Schwelle zu etwas ganz Großem. „Bei Black Wind Howlin‘ konnte ich wirklich ganz genau das machen, was ich vorhatte“, sagt Samantha, „ich bin wirklich stolz darauf…“ 

Tracklist

1. Miles To Go

2. Kick Around

3. Go To Hell

4. Sucker Born

5. Over You

6. Who's Been Talking

7. Lay It Down

8. Let's Have Some Fun

9. Heartbreaker

10. Foolin' Me

11. Black Wind Howlin'

12. Last September

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