Underground


Underground

Artikel-Nr.: RUF 1132
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Release date

9/2007

Release Notes

Die Entdeckung und Veröffentlichung von Luther Allisons Debütaufnahmen, die 1958 aufgenommen wurden, bringen ein Blues-Fundstück zum Vorschein, das mit einer Aufregung behandelt wird, wie sie sonst nur längst verloren geglaubten historischen Dokumenten zu Gute kommt. Nach 50-jährigem Aufenthalt im Zuhause von Luthers Frau, Fannie, belebt Luthers Sohn Bernard diese imposanten Aufzeichnungen, um der Musikwelt den Künstler Luther Allison als jungen Mann zu zeigen. "Ich empfinde dies wie eine Entdeckung von Robert Johnsons verlorenen Songs" sagt Bernard. "Ich denke viele von Luthers Fans werden so begeistert sein von dem, was er mit 18 spielt. In dieser halben Stunde ist Luther rau und pur. Es war die Geburt von dem, was kommen musste. "Stellen Sie sich vor, es ist 1958 und Luther Allison ist 18 Jahre alt. Er spielt Gitarre in einer lokalen Bluesband. Der Bandleader, ein erfahrener 25-Jährige namens Bobby Rush, hatte Zugang zu den Studios von Wonderful Records und eröffnete ihm die Möglichkeit Aufnahmen zu machen. Unsicher über sich selbst, aber mit einer innerlich brennenden Leidenschaft, gehen er und Bobby in das Studio, nehmen Lieder auf und wählen 30 Minuten aus, die es wert sind auf einer Demo-Aufnahme zu erscheinen. Dann wurde die Aufnahme belächelt, beiseite geschoben und ignoriert bis Luthers junger Sohn Bernard die Platte im Hausrat seiner Mutter findet. Wunderkinder wie Ken Giffrey Jr. lernten den Stil ihres Vaters, indem sie stundenlang bei ihm saßen und dann aufs Feld gingen um zu üben. In Peoria aufgewachsen, waren die Anleitungen seines Vaters auf eine 30-minütige Aufnahme beschränkt. Diese Aufnahme war sein Trainingsraum. "Ich lernte alles Note für Note. Als ich zwölf war, sagte ich ihm, dass ich mit dieser Aufzeichnung Gitarre spielen gelernt habe" fährt Bernard fort. "Er erzählte mir, dass "Underground" das Erste war, was er jemals aufgenommen hat. Mit zwölf hatte ich auch meinen ersten Auftritt mit meinem Vater. Wir hatten eine Live-Vorstellung in Peoria und wir spielten "You Don´t Love Me" genau auf die gleiche Weise wie auf "Underground". Beinahe 50 Jahre später kann nur Bobby Rush Licht in die Dunkelheit bringen, die diese Aufnahmen umgibt. "Luther war 18-19 Jahre alt" erinnert sich Bobby. "Er spielte in meiner Band. Ich denke es war vielleicht sogar die erste Band, in der er überhaupt spielte. Wir gingen zusammen zu Wonderful Records und spielten sehr experimentell einige Lieder ein. Wir ließen es einfach raus. Wir wussten nicht wie gut es war. Luther spielte Gitarre und sang, ich spielte Bass und wir hatten einen zusätzlichen Mann am Bass, den wir Mule nannten. Er war unerfahren im Studio und ich als Produzent. Damals wusste ich noch nichts von der Art zu produzieren, wie ich sie heute betreibe. Luther glaubte an mich und ich wusste, dass ich es schaffen könnte. Wir waren jung und hatten überhaupt kein Geld für Aufnahmen in einem Studio. Ich traf eine Abmachung mit einem Typ, der sich zeitweise nachts um die Aufnahmeräume kümmerte, denn die Tagesrate konnten wir nicht aufbringen. Ich verhandelte mit Wonderful, weil ich einige Leute dort kannte," berichtet Bobby weiter "wir spielten einfach aus dem Bauch heraus. Es war kein bestimmter Song. Wir gingen dort hinein um das zu tun, was wir auch nachts bei einem Konzert gemacht hätten. Damals startete man einfach die Aufnahme. Wenn man sich verspielte, wurde das eingelegte Tape nicht gestoppt. Man musste mit dem Leben, was man hatte. Wir zogen das Ding in einem Take durch, denn für eine Wiederholung hatten wir kein Geld. Einiges war nicht fertig, einiges war ok und einiges nicht. Nachdem Wonderful Records schlossen, wussten wir nicht, was mit diesen Aufnahmen geschah".

Bobby erinnert sich an Luther als Künstler mit sehr großem Potential aber auch Selbstzweifeln in Bezug auf Bühnenauftritte. "Ich musste ihn schier zwingen. Er war so eine Art von Mensch, die von sich selbst sagen, dass sie nicht gut genug sind, um Aufnahmen zu machen. Aber ich habe ihm immer gesagt, dass er das Talent dazu hat" erinnert sich Bobby "Ich wusste, dass er talentiert war, aber er war sich nicht sicher genug um es durchzuziehen. Er fragte:" Glaubst du, ich kann das aufnehmen?" und ich sagte ihm, dass er in das Studio gehen und wie B.B. oder Freddie oder Elmore spielen soll. Ich ermutigte ihn sogar es besser zu machen. An diesem Tag war er mindestens genauso gut- wenn nicht besser. Als er sich selbst auf der Aufnahme hörte, wusste er, dass er es vollbringen konnte. Dadurch, dass ich ihm die Aufzeichnungen vorspielte, konnte ich ihm einen vergleichbaren Schub geben, wie ich ihn selbst gehabt habe. Ich wusste, wenn ich dieses Demo den Menschen vorspielen würde, dass er es dann weiter bringen könnte als ich selbst. "Obwohl die meisten von uns Luther Allison als energiegeladenen 50-Jährigen kennen, dessen vierstündige non-stop Shows legendär sind, kann man Luther auf dieser Entdeckung als heißblütigen jungen Mann hören, der wie jeder unbesiegbare 18-Jährige bereit ist, die Weltherrschaft zu übernehmen. Was denken Bernard und Bobby, wenn sie diese Platte hören? Bernard: "Man weiß genau, dass es Luther ist, wenn man das hört. Ich höre auch viele Gegenden raus, an denen er war. Ich ging mal nach Europa und schloss mich der Band an. Ich sagte ihm, dass er sich ein Stück abseits hinstellen und nur zuhören soll, weil das was er mit 18 gemacht hat einfach großartig ist. Musikalisch hat sich sein Gitarrenspiel nicht stark verändert. Es hat sich über die Jahre insofern verbessert, als dass es beständiger geworden ist und er an seinem Klang gearbeitet hat, aber ich höre worauf er hinauswollte. "Bobby: "Als er 17 war, konnte ich sehen, wie er mit 50 sein würde. Ich konnte vorhersehen, welche Richtung er einschlagen würde. Ich sah das Potential eines Mannes, der es zu etwas Großem bringen würde. Man kann hören, dass es der rohe Luther ist. Es ist nichts künstlich Erzeugtes, das ist er. Er spielte kopflos was immer er fühlte. Zwar kamen auch Fehler vor, aber mit denen lebten wir. Hätte ich ihm gesagt, dass einige Dinge, die er spielte schräg oder falsch waren, hätte er das Vertrauen in sich verloren. Ich versuchte ihm dabei zu helfen, sich selbst zu ergründen und aus seinen Fehlern zu lernen."

Wie ein schwarz-weiß Foto von Dick Waterman aus Newport, ist dies ein wichtiger Bestandteil der non-chess music, die in den Blues-Saloons in Chicago sehr verbreitet war. Das waren die inspirierenden Songs, die Gitarristen wie Otis Rush, Hound Dog Taylor oder Freddie King übernahmen. Das waren die Songs, die Buddy Guy oder Paul Butterfield an Plätzen wie Sylvio´s oder Pepper´s Lounge vielleicht gehört haben.In dieser Welt, in der Youtube Videos unsere Kinder erobern und Handykameras jede menschliche Bewegung filmen, neigen wir dazu zu vergessen, dass unzählige Karrieren in der Vergangenheit undokumentiert begannen. Diese Platte, die nun digitalisiert wurde, fängt eine leidenschaftliche Stimme aus der Vergangenheit ein, die dazu bestimmt wurde, die Seele des modernen Blues zu werden.Eine Anmerkung des Rechercheurs. Das erste Lied nennt sich "Hide Away". Nachforschungen zeigen, dass Freddie King instrumentale Teile von "Hide Away" von Hound Dog Taylor übernahm. King nahm diesen Song aber bis 1960 nicht auf. Könnte dies dann die erste aufgezeichnete Version von "Hideaway" sein?! Meine Damen und Herren, werfen sie ihre Suchmaschinen an!

Tracklist

  1. Hide Away
  2. Don't Start ME Talking
  3. Drivin' Wheel
  4. Cut You Loose
  5. Easy Baby
  6. You're Gonna Miss Me
  7. Take My Love
  8. Rock Me Baby

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