Ghalia & Mama's Boys - Let The Demons Out


Ghalia & Mama's Boys - Let The Demons Out

Artikel-Nr.: RUF 1250
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Einige Alben nehmen dich sofort gefangen. Wie die gedämpften Klänge, die du im Vorbeigehen an einem von New Orleans’ Juke-Joints hörst, kommt auch Let The Demons Out einem Rock ’n’ Roll-Lockruf gleich, der dich hellhörig macht und dich in seinen Bann zieht. Bei Europas aufstrebendster junger Sängerin und Louisianas heißester R&B-Band ist Widerstand einfach zwecklos.

Wenn du Ghalia Vauthier noch nicht kennst, mach dich bereit für eine Künstlerin, die an der Schwelle zu etwas ganz Großem steht. Ghalias Aufstieg begann 2013 mit Auftritten als Straßenkünstlerin in ihrer Heimatstadt Brüssel und als Musikerin in gleich zwei Bands, The Naphtalines und Voodoo Casino. „Ich glaube, dass die Arbeit als Straßenmusikerin die beste Ausbildung war, die ich bekommen konnte“, erzählt Ghalia. „Du hast nur eine Sekunde, um die Menschen zu überzeugen. Es ist jedes Mal eine Herausforderung – und ich liebe Herausforderungen!“

Ghalia selbst suchte sich bald die größtmögliche Herausforderung von allen: Amerika. Ihre Leidenschaft für feurigen R&B brachte sie in die USA und so zog die Sängerin durch sämtliche Musikhochburgen des Landes – von Chicago und Memphis bis nach Nashville und Mississippi – wo sie die Hallen zum Beben brachte und überall neue Fans gewann. „Das erste Mal in den USA war für mich wie eine musikalische Pilgerfahrt, bei der ich die Orte entdeckte, um die es in all meinen Lieblingssongs geht. Beim zweiten Mal gingen meine Wünsche in Erfüllung. Ich sang dort, wo meine Helden bereits gesungen haben. Ich wanderte durch Gegenden, durch die sie gelaufen sind, und kaufte vielleicht in ihrem Lieblingsspirituosengeschäft ein. Ich fuhr die gleichen Highways entlang und sah mir die Sonnenuntergänge über den gleichen Baumwollfeldern an wie sie. Eines Tages trat ich dann nicht mehr nur mit den lokalen Künstlern auf, sondern bekam meine eigenen Shows.“

Jeder neue Staat war wie ein neues Abenteuer, doch der wahrscheinlich ausschlaggebende war Louisiana, wo der Grundstein für Let The Demons Out gelegt wurde, als Ghalia auf die Lokalmatadoren Johnny Mastro & Mama’s Boys traf. Die Chemie stimmte sofort und zog mit ihnen in New Orleans’ Music Shed Studio. „Das Ziel war es, ihre Energie und Erfahrung mit meinen Songs und meiner Stimme zu verbinden“, erklärt sie. „Wir sind eine Symbiose eingegangen und so konnte die Chemie zwischen uns richtig explodieren.“

Mit ihrer Spontanität und dem Vertrauen auf ihr Talent im Gepäck, taten sie es den Legenden der Bluesszene gleich und schnitten die Tracks live. „Wir glauben, dass diese „natürlichen“ Aufnahmen, unsere Musik spontaner und echter machen“, überlegt Ghalia. „Außerdem macht es mehr Spaß und fordert dich mehr.“

Let The Demons Out könnte nicht authentischer sein. Mama’s Boys sind wie der Motor, der diese zwölf Tracks antreibt, und die Funken fliegen nur so zwischen Mastros energiegeladener Mundharmonika, Smokehouse Browns brennender Gitarre, Dean Zuccheros groovendem Bass und den rhythmischen Beats von Rob Lee. Angeführt wird das Ganze jedoch von Ghalias überwältigender Stimme, die sowohl honigsüß sein als auch einem Kriegsgebrüll anmuten kann. „Meine Texte stammen aus Geschehnissen, die mir selbst widerfahren sind, und den emotionalen Reaktionen darauf“, erklärt sie. „Früher sagte man, bei Blues ginge es nicht nur um Wehklagen, sondern auch um Ermutigung. So sehe ich das auch.

Ein anderes Thema, über das ich auch schreibe, ist Freiheit – meine, deine, unsere. Natürlich geht es auch manchmal um Männer. Um Liebe oder um Sex oder um keines von beiden.“

 Die Songs machen deutlich, dass Ghalia eine Songwriterin mit unglaublichem Potential ist: So gibt es den furiosen Eröffnungstrack „4am Fried Chicken“, das mitreißende „All The Good Things“ mit seinen fetten Beats und prägnanten Texten („All the good things, babe, they’re bad for you“), das prahlerische „Have You Seen My Woman“ und das unaufhaltsame „Hoodoo Evil Man“. „Press That Trigger“ sprüht durch ein rasantes Gitarrensolo, während die heisere Maultrommel und das donnernde Schlagzeug des Titelsongs an die Stones in ihren besten Zeiten erinnern. Dass die Band überaus facettenreich ist und auch einen anderen Gang einlegen kann, beweisen Tracks wie das beinahe beschwörende „Addiction“ oder „Hey Little Baby“, bei dem Ghalia dir eine hypnotische Melodie einhaucht. Doch das Album endet wieder mit einem Knall: Bei „Hiccup Boogie“ schwingt ein Hauch von Canned Heat mit und der Text lässt den Hörer in seiner Geschichte versunken zurück.

Wenn du neue Hintergrundmusik suchst, schau dich lieber anderswo um. Let The Demons Out fordert deine ungeteilte Aufmerksamkeit und bringt dem Blues neue Bedeutung. „Wir versuchen nicht traditionellen Blues zu kopieren“, sagt Ghalia. „Wir wollen vielmehr versuchen, das Songwriting und Spielen soweit voranzutreiben, dass wir etwas Neues und Frisches kreieren, während der Bluesvibe erhalten bleibt. Im Prinzip versuchen wir eine Balance aus Tradition und Fortschritt zu finden. Darum geht es bei guter Kunst sowieso...“

 

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